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Jan Snela: „Ja, Schnecke, ja“

Der Eintritt ist kostenfrei.

Lesung und Gespräch im Rahmen der Reihe „Wortwechsel“

Am 19. Mai ist der u.a. mit dem Clemens-Brentano-Preis (2017) ausgezeichnete Schriftsteller Jan Snela zu Gast im VERS – Literaturcafé und stellt seine zweite Buchveröffentlichung „Ja, Schnecke, ja“ vor! Den literarischen Abend moderieren Nina Janz und Undine Fuchs:

Jan Snela erzählt in seinem Roman von dem großen Durcheinander, in dem wir stecken: wir Menschen, wir Tiere, wir Pflanzen. Davon, wie wir einander begegnen können. Und von der Liebe in ihren mannigfaltigen Spielarten: zwischen einem Mann und einer Frau, zwischen Robotern, Menschen und anderen Lebewesen, zwischen östlicher und westlicher Tradition.

Jan Snela
Ja, Schnecke, ja

Roman
Februar 2025

Dass es Amanda an die japanische Frauenuniversität nach Nara zieht, um eine außergewöhnliche Schneckenart zu untersuchen, ist ihrem Freund Hannes suspekt. Die Elysia Marginata kann sich von ihrem Körper trennen, und auch Hannes fühlt sich, alleingelassen mit Amandas Mäusen Isidor und Isadora, wie ein abgeworfenes Schneckenglied. Flieht Amanda vielleicht gar vor ihrer gemeinsamen Zukunft? Lieber nicht zu viel darüber nachdenken. Stattdessen: Überlange Textnachrichten an Amanda, die Mäuse ignorieren, das Haus nicht verlassen. Die verfahrene Situation ändert sich erst, als Hajo in Hannes‘ Leben tritt, dessen Zuneigung aber eigentlich dem Mäusepaar gilt …

‚Ja, Schnecke, ja‘ ist ein zärtlicher, selbstironischer, hingebungsvoll sprachverliebter Roman, der die großen Themen der Gegenwart gelassen verhandelt. Man könnte sich kein besseres Wappentier für diesen Japan-Roman vorstellen als die hermaphroditische Elysia in ihrer schwebenden Schönheit.

Meike Feßmann, Süddeutsche Zeitung (18.02.2025)

Jan Snelas eigentliches Thema ist die Sprache, die er wählt – oder die ihn wählt – für diese Geschichte aus der fantastischen Welt eines einsam in seinem Zimmer zurückgelassenen Dichters epischer Kurznachrichten. Kaum ein anderer Autor seiner Generation schafft es, Poesie und Komik so miteinander zu verquicken, dass sie auch noch identisch sind.

Katja Lange-Müller

Jan Snela

Geboren und aufgewachsen in München, lebt heute in Stuttgart. Er schreibt Gedichte, Essays, Hörstücke und Prosatexte, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Preis für Prosa beim Open Mike und dem Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg für den Erzählungsband „Milchgesicht“. Als Co-Leiter des Literaturlabors am Literaturhaus Stuttgart arbeitet er an einem erweiterten Literaturbegriff, der den Abbau von Barrieren mit den experimentellen Verfahren einer Potenziellen Literatur verbindet. Sein Debüt-Roman „Ja, Schnecke, ja“ stand auf der SWR-Bestenliste und wurde von der ZEIT in die Liste der „Hundert besten Bücher des Jahres 2025“ aufgenommen.

Für das leibliche Wohl während der Öffnungszeit sorgt unser VERS – Literaturcafé mit seinen Kaffeespezialitäten und kulinarischen Angeboten.

Der Eintritt ist kostenfrei. Spenden sind willkommen. Wir freuen uns auf Sie und Euch!