
10 Sitzungen ab Montag, 05. Oktober 2026
Beginn: 19:00 Uhr
Ort: VERS – Literaturcafé, Kulturhaus Barockfabrik, Löhergraben 22, 52064 Aachen
Teilnahme: 130 Euro (ermäßigt: 100 Euro)
Anmeldungen abgeschlossen
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Plotfallen: Schadet zu viel Kohärenz im Erzählen? Die Macht der Leerstellen
Literarische Texte überzeugen dadurch, Passagen und Dialoge im Text nicht auszuerzählen. Die Leerstellen sind existenziell, um eine „Beteiligung“ der Leser und Leserinnen beim Leseprozess zu erreichen. Jede*r liest ja seinen/ihren eigenen Text, kreiert ihn gewissermaßen – nicht zuletzt durch die Leerstellen. Das Unausgesprochene, die Sprünge in der Handlung oder die Ambivalenzen in den Dialogen – sind keineswegs handwerkliche Mängel.
Man spricht in der Rezeptionsästhetik davon, dass Leerstellen ein textimmanentes Textgenerierungsmerkmal sind.
Um es verkürzt zu sagen: Im Kurs wollen wir uns damit beschäftigen, dass weniger oft mehr ist.
Besonderen Wert werden wir auf die Überarbeitungen unserer Texte legen. Sie müssen reifen. Dabei ist konstruktive kollegiale Kritik hilfreich. Zwischen den Sitzungen arbeiten die Teilnehmer*innen dem Kursplan entsprechend an eigenen Texten, die in der Gruppe besprochen werden und zu denen sie Feedback erhalten.
Termine
Der Kurs umfasst 10 Sitzungen, die einmal pro Monat an einem Montag von 19 bis 21 Uhr im VERS – Literaturcafé stattfinden:
| Datum | Uhrzeit |
|---|---|
| Montag, 12.10.2026 | 19 bis 21 Uhr |
| Montag, 09.11.2026 | 19 bis 21 Uhr |
| Montag, 14.12.2026 | 19 bis 21 Uhr |
| Montag, 11.01.2027 | 19 bis 21 Uhr |
| Montag, 15.02.2027 | 19 bis 21 Uhr |
| Montag, 08.03.2027 | 19 bis 21 Uhr |
| Montag, 12.04.2027 | 19 bis 21 Uhr |
| Montag, 10.05.2027 | 19 bis 21 Uhr |
| Montag, 14.06.2027 | 19 bis 21 Uhr |
Ort: VERS – Literaturcafé, Kulturhaus Barockfabrik,
Löhergraben 22, 52064 Aachen
Dozent
Mit seinen Romanen, Erzählungen und Gedichten gehört der gebürtig aus Mönchengladbach stammende und heute in Vaals lebende Willi Achten seit den 1990er Jahren zu den weithin bekanntesten und mehrfach ausgezeichneten literarischen Stimmen der Region (z.B. Postpoetry Preis 2015 für das Gedicht „Dahinter das Meer“).
Seine Vielseitigkeit beweisen gleichzeitig zahlreiche von Willi Achten durchgeführte und initiierte Literaturprojekte, die Mitgliedschaft im Textensemble „Herrenlose Zungen“, die mit Heribert Leuchter und Ludger Singer konzipierten „Textkonzerte“ und verschiedene Lehrtätigkeiten im Bereich literarisches Schreiben.
Willi Achten studierte in Bonn (Germanistik) und Köln (Sonderpädagogik) und arbeitete in Aachen als Lehrer. Seine ausgedehnten Reisen führten ihn u.a. nach Marokko (siehe: „Ameisensommer“) und Sri Lanka.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Die Einmaligkeit des Lebens, Roman, Piper Verlag 2025
- Rückkehr, Roman, Piper Verlag, 2022
- Die wir liebten, Roman, Piper Verlag, 2020
- Corso über den Wind, Lyrik, Pendragon Verlag, 2018
Pressestimmen (Auswahl)
„Auch wenn Tod und Verlust eine wichtige Rolle spielen, Willi Achtens Roman handelt wesentlich von Verbindung und Verbundenheit. Das hat etwas Warmes, geradezu Tröstliches.
Kölner Stadtanzeiger
[…] hat er nicht nur ein Stück Autobiografie zu Literatur werden lassen, er hat auch den Dörfern des Reviers, die dem Tagebau geopfert wurden, ein Denkmal gesetzt.“
„Die wir liebten ist der Glücksfall eines Romans, bei dem sich Erzählkunst, poetische Wucht und politische Relevanz die Waage halten.“
Ursula März, Deutschlandfunk Kultur
„Rückkehr ist wunderbar geschrieben, lyrisch, leichthändig und doch tiefgründig. Ich war gespannt bis zur letzten Zeile“
Norbert Scheuer
„Mit seiner bildgewaltigen Sprache schickt der Autor Willi Achten einen auf eine Gefühlsachterbahn zwischen Wut, Nostalgie, Spannung und Hoffnung, und lässt einen diese beiden Brüder lange nicht mehr vergessen.„
Sonia Neufeld, ORF.at, über: „Die wir liebten“