
Bild: © Cihan Çakmak
Datum: Dienstag, 27. Janaur 2026
Beginn: 19.30 Uhr
Ort: VERS – Literaturcafé, Kulturhaus Barockfabrik, Löhergraben 22, 52064 Aachen
Der Eintritt ist kostenfrei.
Lesung und Gespräch im Rahmen der Reihe „Wortwechsel“
Am 27. Januar ist Heike Geißler im Rahmen der Lesungsreihe „Wortwechsel“ zu Gast im VERS – Literaturcafé. In ihrem kürzlich erschienenem Essay „Arbeiten“ (Hanser Berlin, 2025) denkt die Autorin über verschiedene Aspekte des Geben und Nehmens, über materielle und unsichtbare Arbeit und Gewinner*innen und Verlierer*innen nach. Die Veranstaltung wird moderiert von Nina Janz und Christian Metz.

Heike Geißler
Arbeiten
Essay
April 2025
Was ist ein Mensch wert? Wie ermessen sich Nutzen und Kosten einer Person? Der Arbeit auf der Spur, beobachtet sie ihr Umfeld und kommt mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch: mit dem Immobilienhai im Haus gegenüber, mit der Obdachlosen an der Bushaltestelle, mit der eigenen Schwiegermutter, die zur Pflegerin ihres Mannes wird. Bald verdichten sich ihre Beobachtungen zu einem Panoptikum modernen Arbeitens, das die tiefen Gräben zwischen Überleben und Wachstum aufzeigt.

Heike Geißler ist Tochter einer ostdeutschen Arbeiterfamilie, zweifache Mutter, systemkritische Autorin sowie Übersetzerin und Mitherausgeberin der Heftreihe „Lücken kann man lesen“. Zuletzt erschienen von ihr die Romane „Die Woche und Saisonarbeit“ (Suhrkamp, 2022), sowie das gemeinschaftliche Literaturprojekt „Check your habitus“ (Sukultur, 2021), kuratiert von Daniela Dröscher.
Für das Jahr 2025 erhält sie den Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln. Die Verleihung findet im März 2026 statt. Stellvertretend für die Jury begründet Kathrin Röggla die Entscheidung so:
„Wie kaum eine zeitgenössische Autorin treibt Heike Geißler die Frage nach prekären Arbeitsverhältnissen um. Die 1977 im ostdeutschen Riesa geborene Schriftstellerin publiziert seit 2002 und hat sich mit zahlreichen Prosa- und Essaybänden mit diesem Themenkomplex beschäftigt und mittlerweile ein vielfältiges Werk vorgelegt, in dem sie mit den unterschiedlichsten literarischen Mitteln, Komik, Musikalität und dokumentarischer Recherche wie Selbstbefragung, zeigt, wie Literatur auf den gesellschaftlichen Imperativ der Optimierung und Effizienzsteigerung, der ständigen Produktivität lustvoll, empathisch, subversiv und unerwartet begegnen kann.“
Für das leibliche Wohl während der Öffnungszeit sorgt unser VERS – Literaturcafé mit seinen Kaffeespezialitäten und kulinarischen Angeboten.
Der Eintritt ist kostenfrei. Spenden sind willkommen. Wir freuen uns auf Sie und Euch!
Eine gemeinsame Veranstaltung des Literaturbüros EMR und des Germanistischen Instituts der RWTH Aachen.