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Autor*innenschulung

Literarisches Schreiben mit Willi Achten

Wir werden verstärkt Schreibaufgaben angehen, die darauf ausgelegt werden sollen, einen möglichst überzeugenden Plot zu finden, der berührt und auch einen Erkenntnisgewinn für Leser*innen anbietet. Dabei dürfen gerne auch historische oder zeitaktuelle Themen einfließen. Geschichten finden ja nicht im luftleeren Raum statt. Das Sein prägt ja bekanntermaßen das Bewusstsein. Dementsprechend ist es wichtig, das Setting, in dem eine Story spielt, gut darzustellen. Dieses prägt die Figuren, prägt den Erzähler. Diesen „Prägedruck“ sollten Leser/Leserinnen spüren können.

Schreibanlass können auch persönliche Tragödien und Freuden, eben die Irrungen und Wirrungen sein. Wir werden Stärken und Schwächen eines autofiktionalen Schreibansatzes thematisieren und ihn in der Anwendung erfahren. Aber nicht alles, was mich betrifft, ist erzählenswert, oder doch?

Wir werden an folgenden Themen arbeiten:

  • Erzählökonomie und Effizienz vs. Langeweile
  • Die Unvorhersagbarkeit im Roman vs. die falsche Zwangsläufigkeit im Plot
  • Wann fassen wir zusammen, wann werden wir szenisch, und was hat das mit dem Puls der Story, dem tieferen Erzählrhythmus zu tun?
  • Wann schmücken wir aus, und wann bleiben wir nüchtern, um Kitsch zu vermeiden?
  • Gibt es eine Architektur, einen Bauplan in Romanen, in Erzählungen und Kurzgeschichten?

Besonderen Wert werden wir auf die Überarbeitungen unserer Texte legen. Sie müssen reifen. Dabei ist konstruktive kollegiale Kritik hilfreich.

Zwischen den Sitzungen arbeiten die Teilnehmer*innen dem Kursplan entsprechend an eigenen Texten, die in der Gruppe besprochen werden und zu denen sie Feedback erhalten.

Termine

Der Kurs umfasst 10 Sitzungen, die einmal pro Monat an einem Montag von 19 bis 21 Uhr im VERS – Literaturcafé stattfinden:

DatumUhrzeit
Montag, 29.09.202519 bis 21 Uhr
Montag, 13.10.202519 bis 21 Uhr
Montag, 10.11.202519 bis 21 Uhr
Montag, 08.12.202519 bis 21 Uhr
Montag, 12.01.202619 bis 21 Uhr
Montag, 09.02.202619 bis 21 Uhr
Montag, 09.03.202619 bis 21 Uhr
Montag, 13.04.202619 bis 21 Uhr
Montag, 11.05.202619 bis 21 Uhr
Montag, 08.06.202619 bis 21 Uhr

Anmeldung

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Dozent

Mit seinen Romanen, Erzählungen und Gedichten gehört der gebürtig aus Mönchengladbach stammende und heute in Vaals lebende Willi Achten seit den 1990er Jahren zu den weithin bekanntesten und mehrfach ausgezeichneten literarischen Stimmen der Region (z.B. Postpoetry Preis 2015 für das Gedicht „Dahinter das Meer“).

Seine Vielseitigkeit beweisen gleichzeitig zahlreiche von Willi Achten durchgeführte und initiierte Literaturprojekte, die Mitgliedschaft im Textensemble „Herrenlose Zungen“, die mit Heribert Leuchter und Ludger Singer konzipierten „Textkonzerte“ und verschiedene Lehrtätigkeiten im Bereich literarisches Schreiben.

Willi Achten studierte in Bonn (Germanistik) und Köln (Sonderpädagogik) und arbeitete in Aachen als Lehrer. Seine ausgedehnten Reisen führten ihn u.a. nach Marokko (siehe: „Ameisensommer“) und Sri Lanka.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Die Einmaligkeit des Lebens, Roman, Piper Verlag 2025
  • Rückkehr, Roman, Piper Verlag, 2022
  • Die wir liebten, Roman, Piper Verlag, 2020
  • Corso über den Wind, Lyrik, Pendragon Verlag, 2018

Pressestimmen (Auswahl)

„Auch wenn Tod und Verlust eine wichtige Rolle spielen, Willi Achtens Roman handelt wesentlich von Verbindung und Verbundenheit. Das hat etwas Warmes, geradezu Tröstliches.
[…] hat er nicht nur ein Stück Autobiografie zu Literatur werden lassen, er hat auch den Dörfern des Reviers, die dem Tagebau geopfert wurden, ein Denkmal gesetzt.“

Kölner Stadtanzeiger

„Die wir liebten ist der Glücksfall eines Romans, bei dem sich Erzählkunst, poetische Wucht und politische Relevanz die Waage halten.“

Ursula März, Deutschlandfunk Kultur

„Rückkehr ist wunderbar geschrieben, lyrisch, leichthändig und doch tiefgründig. Ich war gespannt bis zur letzten Zeile“

Norbert Scheuer

„Mit seiner bildgewaltigen Sprache schickt der Autor Willi Achten einen auf eine Gefühlsachterbahn zwischen Wut, Nostalgie, Spannung und Hoffnung, und lässt einen diese beiden Brüder lange nicht mehr vergessen.„

Sonia Neufeld, ORF.at, über: „Die wir liebten“